Frühling: Rituale für die Zeit des Neubeginns

Seit ich vor einigen Jahren für längere Zeit in Spanien war und dort erlebt habe wie es sich anfühlt, wenn es im Prinzip immer nur eine Jahreszeit gibt, weiß ich den Wechsel zwischen den Jahreszeiten erst so richtig zu schätzen.

Der Frühling ist eine ganz besondere Jahreszeit und wir haben jetzt besonders viel zu feiern: Das Licht kehrt zurück, die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht und uns wird neue Kraft geschenkt. Die Frühlingsbotin ist die germanische Göttin Ostara. Sie symbolisiert die Fruchtbarkeit und das neue Wachstum.

Der Frühling ist somit die Zeit, in der du dich von Altem verabschieden und neue Projekte planen und Visionen umsetzten kannst. Damit du jetzt so richtig eintauchen kannst in diese Jahreszeit, habe ich ein schönes Frühlings-Ritual für dich.

Raum schaffen – im Außen und im Inneren

Den Brauch des Frühjahrsputzes kennen wir alle. Im Frühling bietet es sich an, nochmal kräftig auszusortieren und die Wohnung zu putzen, um Platz für Neues zu schaffen.Diese Ordnung im Außen kann dir helfen, auch innerlich wieder Raum zu schaffen.

Du musst aber auch nicht gleich deinen ganzen Keller entrümpeln wenn dir das zu viel ist. Fang klein an und suche dir zunächst eine Schublade, die du schon lange aufräumen wolltest oder putze deine Fenster. Du wirst dich danach befreit fühlen und schaffst Raum für Neues. Das bedeutet nicht, dass du direkt anschließend shoppen solltest um den neu gewonnen Raum wieder zu füllen. Genieße vielmehr mal eine Zeit lang die neue Freiheit. Fülle diesen neuen Raum nur mit Dingen, die dir wirklich Freude bereiten und bei denen du ein gutes Gefühl hast, wenn dein Blick tagtäglich darauf fällt.

Aber nicht nur äußerlich können wir aufräumen, auch innerlich tut es gut, Altes loszulassen und für eine neue Klarheit zu sorgen. Dafür brauchst du etwas Zeit für dich, einen Zettel und einen Stift. Betrachte innerlich nochmal die ersten Monate dieses Jahres und frage dich, welche Routinen dir nicht mehr dienen. Das können so Sachen sein wie abends Trash-TV gucken, erst den Haushalt zu machen bevor du meditierst, morgens ohne Frühstück aus dem Haus zu hetzen usw. Schreibe dir all das untereinander in eine Spalte auf deinem Zettel.

Dann frage dich, was du zukünftig stattdessen machen möchtest. Denn wenn du dich nur auf das fokussierst, was du NICHT möchtest, wirst du Schwierigkeiten haben, dir die alten Gewohnheiten aufzugeben. Schreibe daher in einer Spalte rechts neben die Routinen die du nicht mehr möchtest, wie Du den neu gewonnenen Zeitraum füllen wirst.

Um deine neuen Gewohnheiten auch umzusetzen, mache es dir so leicht und angenehm wie möglich. Wenn du lieber Lesen statt Fernsehen möchtest, lege dir morgens schon das Buch oder die Zeitschrift auf die Couch, damit du gar nicht erst in Versuchung kommst den Fernseher anzuschalten. Wenn du früher aufstehen und in Ruhe vor der Arbeit frühstücken möchtest, kaufe dir ganz besonders leckeres Frühstück ein und bereite es abends schon vor. Werde kreativ und genieße deine neue Gewohnheit in vollen Zügen. Wenn sie dir Freude bereitet, wirst du sie auch beibehalten.

Neue Projekte, Ziele und Visionen verwirklichen 

Da der Frühling auch die Zeit für die Planung neuer Projekte, Ziele und Visionen ist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um dir ein Visionboard zu erstellen. Frage dich nach deinen Wünschen und Zielen für dieses Jahr. Du willst endlich nach Bali reisen, deinen eigenen Blog starten oder Freunde zum Essen einladen? Was auch immer du dir wünschst, schreibe erstmal alles auf eine Liste.

Im zweiten Schritt fragst du dich bei jedem Wunsch, ob er wirklich aus deinem Herzen kommt oder ob dein Kopf dir sagt: “Das MUSST du erreichen”. Spüre bei jedem Wunsch rein und fühle, ob ein freudiges Kribbeln entsteht. Wenn es ausbleibt, ist der Wunsch vermutlich eher vom Verstand formuliert.

Wenn du deine Herzensziele gefunden hast, kannst du dir im nächsten Schritt die passenden Bilder, Zitate oder Affirmationen im Internet (bei Pinterest) oder in Zeitschriften heraussuchen, ausdrucken oder ausschneiden und auf Pappe kleben. Du kannst dir aber auch eine Collage mit PowerPoint, Picasa oder anderen Online-Programmen erstellen.

Wichtig ist nur, dass du dein Visionboard jeden Tag vor Augen hast. Hänge es also über dein Bett oder deinen Schreibtisch oder speichere es als Desktop- oder Handyhintergrund ab. Wie bei Pflanzen ist es essentiell, dass wir unsere Wünsche und Ziele jeden Tag pflegen, ihnen Aufmerksamkeit schenken und darauf vertrauen, dass sie irgendwann erblühen werden.Frage dich also jeden Tag, was du tun kannst, um deinen Zielen ein Stückchen näher zu kommen. Denn letztlich ist das Ziel gar nicht so entscheidend, es geht vielmehr darum, dass du jeden Tag deine Ziele und Wünsche mehr und mehr lebst.

Wenn du dir bereits Anfang des Jahres ein Visionboard erstellt hast, kannst du jetzt nochmal Bestandsaufnahme machen und schauen, was noch aktuell ist. Ist dein Visionboard noch stimmig oder möchtest du etwas verändern? Hast du vielleicht schon den ein oder anderen Wunsch wahrgemacht und kannst einen neuen Herzenswunsch ergänzen?

Für die Erfüllung unserer Wünsche ist es entscheidend, dass wir sie bewusst wie Samen „pflanzen“, dass wir sie visualisieren und uns jeden Tag vor Augen halten. Sonst werden wir von unserem Unterbewusstsein gesteuert und leben ein Leben im Autopilot, das wir so nie bewusst gewählt haben.

Also nutze den Frühling und setze die Samen für ein erfülltes Leben.

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